Anfrage zur Plansche

Publiziert am 28. Apr 2016 in Anfragen

Anfrage zur Plansche

Dr. Dagmar Enkelmann erkundigt sich nach Baumängeln bei der Plansche.

Frage:

Erneut finden an der Plansche umfangreiche Baumaßnahmen statt. Bereits kurz nach Fertigstellung wurden erhebliche Baumängel festgestellt. Inwieweit sind bisher Gewährleistungen erbracht worden? Fallen die jetzigen Arbeiten auch noch darunter?

Antwort der Verwaltung:

Im Spätsommer 2010 wurde die Plansche in Betrieb genommen. Leider wurden schon im Folgejahr Nachbesserungsarbeiten erforderlich. Die Fliesen des Beckenbodens hatten sich teilweise gelöst. Zur Klärung, ob es sich um einen Planungs- oder Baumangel handelt, war seinerzeit ein Schiedsgutachten erstellt worden. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass neben fehlerhafter Verlegung der Fliesen die Bewirtschaftung und Überwinterung als Hauptursache zu sehen wären, da durch Befeuchtung und Frosteinwirkung die Schäden entstanden seien.

Der Schiedsspruch wurde am 19.05.2011 verkündet. Die empfohlene umfangreiche Sanierung hätte bedeutet, dass ein weiteres Jahr kein Badebetrieb stattfinden kann, da zu diesem Zeitpunkt die „alte Plansche“ bereits abgerissen war, um das Parkhaus „An der Waschspüle“ auf dem Areal ab der Eberswalder Straße zu errichten. Es erfolgte noch im Mai 2011 eine Reparatur des Beckens und die Badesaison 2011 wurde eröffnet. Da Belange der Gewährleistung dadurch berüht wurden, erfolgten in den Folgejahren übergangsweise Reparaturen in Eigenverantwortung der Stadt. Zwischenzeitlich sind die nach VOB vereinbarten 4 Jahre Gewährleistung auch für alle Bau- und Anlagenteile abgelaufen.

Die derzeit stattfindenen Arbeiten an der Plansche unterliegen nicht der Gewährleistung. Da die Badesaison zeitlich sehr begrenzt ist und die Bauarbeiten temperaturabhängig jeweils nur in einem engen Zeitfenster stattfinden können, war es in jedem Jahr eine besondere Schwierigkeit die Fliesenarbeiten rechtzeitig vor der Eröffnung des Bades abzuschließen. Um in Folgejahren hier unabhängiger zu sein, wurde nach Gegenüberstellung der Kosten entschieden, die Fliesen komplett zu entfernen und das Becken zu beschichten. Reparaturen sind so kleinteiliger möglich und es besteht keine Verletzungsgefahr für Badegäste durch lose und fehlende Fliesen.

Auf Grund der Erfahrungen mit dem Nichtschwimmerbecken im Waldbad am Liepnitzsee geht die Verwaltung davon aus, dass in den kommenden Jahren der Reparaturbedarf am Becken der Plansche deutlich geringer sein wird, als in den Vorjahren. Derzeit ist die Eröffnung des Bades für Anfang Juni 2016 geplant. Da die Arbeiten, wie dargestellt, temperaturabhängig sind, kann hier keine feste Zusage getroffen werden. Verschiebungen werden über die Presse mitgeteilt.

Die Anfrage wurde am 22.4.2016 eingereicht und in der SVV am 28.4.2016 beantwortet.