Anfragen zum FFH-Gebiet „Börnicke“

Publiziert am 2. Jun 2016 in Anfragen

Anfragen zum FFH-Gebiet „Börnicke“

Christian Rehmer erkundigt sich mit zwei Anfragen nach dem Zustand des FFH-Gebietes „Börnicke“.

Fragen:

  1. Wie bewertet die Stadtverwaltung den Zustand des „FFH-Gebietes Börnicke“, vor Allem in Bezug auf die vorhandenen Kleingewässer und Sölle sowie die Populationsentwicklungen der Rotbauchunke (Bombina bombina) und des Kammmolches (Triturus cristatus)?
  2. Welchen Beitrag leistet die Stadt Bernau zur Erfüllung der Erhaltungsziele des FFH-Gebietes (Entwicklung und Wiederherstellung der Stillgewässer des Gebietes sowie die Erhaltung und Entwicklung der Population der Rotbauchunke und des Kammmolches)?

Antwort der Stadtverwaltung:

Die Fragestellung verwundert insofern, als dass die Stadtverwaltung nicht Träger des Naturschutzes ist und auch keine Mitarbeiter für vordergründig naturschutzfachliche Fragen beschäftigt.

Dem Unterzeichner ist bekannt, dass die Gebietsbetreuung durch die Naturschutzstation Rhinluch erfolgt. Auch werden immer wieder Forschungsprojekte zur Populationsentwicklung der o.g. Arten realisiert. Ergebnisse dieser Arbeiten zur Populationsentwicklung sind der Stadt nicht bekannt und können daher auch nicht bewertet werden. Ebenso ist dem Unterzeichner bekannt, dass die Feldsölle in den 1990er Jahren teilweise ausgebaggert wurden um dauerhafte Wasserstände zu gewährleisten. Trotzdem fallen diese in niederschlagsarmen Jahren regelmäßig trocken.

Da der überwiegende Teil des FFH Gebietes auf privaten landwirtschaftlich genutzten Flächen in der Feldmark zwischen Bernau und Börnicke liegt, kann zum Zustand des Gebietes aus Sicht der Stadtverwaltung keine Aussage getroffen werden. Lediglich die die zum Schlosspark Börnicke gehörende Teile des FFH Gebietes mit den darin eingebetteten Teichen befinden sich im Eigentum der Stadt. Der Park hat allerdings eher eine Bedeutung als Überwinterungsquartier an der Park-Feldkante denn als Laichgewässer. Hier spielt zum einen die Größe der Teiche aber auch der Fischbesatz eine Rolle. Trotzdem wird als mittelfristiges Ziel die Sanierung der Schloßparkteiche durch die Stadt verfolgt, da dies ein wesentliches Element des Parks darstellen.

Zur Erhaltung der Stillgewässer innerhalb der Feldmark kann die Stadt keinen Beitrag leisten. Auch auf den Erhalt von Pufferzonen um die Sölle und die Bewirtschaftung der Ackerflächen hat die Stadt keinen Einfluss.

Die Anfragen wurden am 20. Mai 2016 eingereicht und wurden am 2. Juni 2016 in der Stadtverordnetenversammlung durch Bürgermeister André Stahl beantwortet.

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