Anfragen zum Haushalt 2016 (Kunst und Kultur)

Publiziert am 23. Nov 2015 in Anfragen

Anfragen zum Haushalt 2016 (Kunst und Kultur)

Anfragen DIE LINKE – Dr. Hildegard Bossmann –

  1. FrageKontext Labor Bernau“ 2016

Auf der Basis welchen Beschlusses ist nach 2014 und 2015 nun zum dritten Mal die Durchführung des Jahresprojektes „Kontext Labor Bernau 2016 “ geplant? Wie wurde die Nachhaltigkeit von „Kontext Labor Bernau 2014“ und „Kontext Labor Bernau 2015“ für die Stadt Bernau geprüft? Wie wurde die Höhe der Mittel von 50.000 € für „Kontext Labor Bernau 2016 “ ermittelt? Welche Erfahrungen, Abrechnungen etc. liegen dieser Summe zugrunde?

Im Haushalt 2016 wird unter Allgemeine Kulturverwaltung (S. 177) mit Verweis auf den Beschluss „Kunst in Bernau“ ein Betrag von 66.000 € eingestellt. In der Erläuterung der Stadtverwaltung vom 03.11.2015 heißt es hierzu: „Die eingestellten Haushaltsmittel in Höhe von 66.000 € sind für die Miets-Betriebs- und Unterhaltungskosten sowie Honorare (16.000 €) der Skulpturenausstellung in der Goethestraße sowie für die Durchführung des Jahresprojektes „Kontext Labor Bernau“ (50.000 €) bestimmt.“ Es ist nicht ersichtlich, welchen Bezug das wiederholte Projekt „Kontext Labor Bernau“ zum Beschluss 5-147 (2009) hat (der bisher einzige Beschluss der SVV mit Bezug zu „Kunst in Bernau“).

2. Frage Umsetzung des Beschlusses 5-147 (2009) „Realisierung der Empfehlungen aus der Studie „Kunst in Bernau“ – Präsentation von Kunstobjekten und Schaffung von Grundlagen für eine nachhaltige Kunst- und Kulturentwicklung in der Stadt Bernau bei Berlin“

Welche Mittel plant die Allgemeine Kulturverwaltung für die weitere Umsetzung des Beschlusses ein?

Im Auftrag der Stadt Bernau wurde im Jahr 2007 von B. Schneider eine Studie „Kunst in Bernau“ vorgelegt. Zitat: „Die Stadt Bernau will ihr Stadtbilde und ihre öffentlichen Räume mit Mitteln der bildenden Kunst aufwerten.“ B. Schneider empfiehlt in seiner Studie mehrfach, zunächst als Grundlage allen Handelns die Erarbeitung eines Konzeptes für Kunst im öffentlichen Raum (bevor die Aufstellung weiterer Objekte angedacht ist). Nach intensiver, auch öffentlicher Diskussion wurde auf der Basis der Empfehlungen der Studie von der SVV ein Beschluss gefasst. Der Beschluss 5-147 (2009) umfasst sieben Punkte, um erste Schritte zur Erarbeitung eines solchen Konzeptes zu realisieren. Weiter enthält der Beschluss sehr konkrete Festlegungen zur Sicherung, Katalogisierung sowie Wertschätzung von im Stadtbesitz befindlichen Kunstobjekten, deren Präsentation und anderes. Auf Basis dieses Beschlusse wurde 2011 ein Kurator bestellt, mit der Aufgabe (im Beschluss unter Nr. 5 genannt) für die dauerhafte Präsentation der Kunstobjekte eine Konzeption zu erarbeiten. Zusätzlich sollten temporäre Aktionsausstellungen und deren Durchführung konzeptionell entwickelt und betreut werden. Das Bildhauersymposium „Steine ohne Grenzen“(2011) spiegelt konkret die Arbeit des Kurators im Auftrag der Stadt und die Umsetzung des Beschlusses von 2009 wieder. Ein im Rahmen dieser temporären Kunstaktion entstandenes Werk wurde der Stadt zum Kauf angeboten und auf Empfehlung des A4 vom 05.08.2013 von der Stadt für 18.000 € erworben. Das Kunstwerk wurde am 11.11.2015 der Öffentlichkeit übergeben. Die temporäre Aktion „Artist in Residence“ ist ebenfalls hier einzuordnen, eine Arbeit des Künstlers wurde nicht angekauft.

Die Anfragen wurden am 11. November 2015 gestellt. Die schriftliche Antwort der Stadtverwaltung kann hier heruntergeladen werden.

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