Linksfraktion diskutierte mit Sportvereinen

Publiziert am 26. Mrz 2015 in Artikel

Linksfraktion diskutierte mit Sportvereinen

Die öffentliche Fraktionssitzung der Bernauer Linksfraktion Ende März zum Thema „Sportentwicklung und Sportförderung in Bernau“ erfreute sich großen Zuspruchs. Rund 50 Gäste folgten der Einladung in die Vereinsgaststätte des FSV Bernau.

„Daran sieht man, Bernau ist selbstverständlich eine Sportstadt“, stellte die Fraktionsvorsitzende Dr. Dagmar Enkelmann zur Begrüßung fest.

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Bürgermeister André Stahl erläuterte die Vorhaben der Stadtverwaltung.

Frau Dr. Enkelmann dankte allen Vereinen, den zahlreichen ehrenamtlichen Trainings- und Übungsleiter_innen für ihre aufopferungsvolle Arbeit vor allem zur Förderung des Kinder-und Jugendsports. Sie legten schließlich auch die Grundlage für den immer erfolgreicher werdenden Leistungssport in Bernau. Beides, Breiten- und Leistungssport, sei wichtig und befruchtete sich gegenseitig, erklärte Dagmar Enkelmann.

Christine Poppitz, die Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend, Kultur Soziales und Sport (A4) konnte dazu Erfreuliches vermelden: Die Basketballer vom SSV Lok Bernau e. V. kämpfen erfolgreich um den Aufstieg in die zweite Bundesliga; die Standardformation des Tanzclubs Bernau e. V. hat ihren Klassenerhalt in der 2. Bundesliga festigen können; Luise Wittig und Fridolin Vach holten bei der Junioren-Weltmeisterschaft im Ju-Jutsu die Goldmedaille nach Bernau und sind Weltmeister in ihrer Altersklasse.

Frau Poppitz erinnerte daran, dass es in den letzten Jahren immer mit Mehrheiten in der Stadtverordnetenversammlung gelungen sei, Schulsportplätze – neu und modern mit Kunststoffbahnen und Flutlicht – zu gestalten. Die von der Linksfraktion gewünschte  bessere Auslastung dieser Plätze auch außerhalb der Schulzeiten – und auch für Sporttreibende, die keinem Verein angehörten – sei jedoch noch nicht gelungen.  Es sei der Bau von zwei Kunstrasenplätzen beschlossen und in Schönow vor kurzem mit dem Bau begonnen worden.

Der Kunstrasenplatz für Training und Wettkampf in Bernau-Rehberge wird mit der Entscheidung zu einem „Sport- und Freizeit- Park Rehberge“ realisiert. Diskutiert und vorabgestimmt sind zwei Varianten, die noch einer Prüfung unterzogen werden, so Poppitz.

Für die Judovereine wird auf Vorschlag der Linksfraktion die Judohalle erweitert, um bessere Trainingsbedingungen vor allem im Kinder- und Jugendbereich zu ermöglichen. Diesem Antrag ist einstimmig gefolgt worden. Beide Vereine erzielen Erfolge in nationalen und internationalen Wettkämpfen, sind an Schulen im Einsatz und erfreuen sich zahlreicher Neuanmeldungen.

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Frau Jitschin von der Stadtverwaltung beantwortete Fragen zum Entwurf der neuen Sport-Förderrichtlinie.

Auf eine Entscheidung warten ebenfalls die Skaterinnen und Skater, die ihre Vorstellungen zu Papier gebracht haben. „Für unsere Fraktion war und ist wichtig, dass eine Ausbaureserve für solche modernen Sportarten vorgehalten werden kann und auch immer öffentliche Nutzungen möglich werden“,  so Christine Poppitz.

In der öffentlichen Sitzung der Linksfraktion ging es darum, Ideen und Anregungen zu sammeln, die dann in die Stadtpolitik einfließen sollen.  Die Fraktion praktizierte so Bürgerbeteiligung ganz konkret, bevor Beschlüsse gefasst werden.

Die rund 40 Vertreterinnen und Vertreter der Bernauer Sportvereine, aber auch Gäste aus anderen Fraktionen hielten in der regen Debatte um den Entwurf der neuen städtischen Richtlinie zur Sportförderung mit ihren Vorstellungen und Anregungen nicht hinter dem Berg.

So kritisierten mehrere Vereine das im Entwurf vorgesehene „Windhundrennen“ bei der Vergabe der Sportfördermittel und wünschten sich, dass die Anzahl der Vereinsmitglieder, der Anteil einer qualifizierten Kinder- und Jugendarbeit und sportliche Höhepunkte mit Bedeutung für die gesamte Stadt bei der Förderung stärker beachtet werden.

Bürgermeister André Stahl (DIE LINKE) bedankte sich im Namen der Verwaltung für die zahlreichen Anregungen zur Richtlinie. Er stellte in Aussicht, dass die neue Richtlinie noch vor der Sommerpause beschlossen und den Sport-Vereinen mehr Berechenbarkeit und Chancengleichheit bringen solle. Bernau sei noch in der Lage den Vereinssport zu fördern. Die Mittel der Stadt könnten jedoch immer nur Hilfe zur Selbsthilfe sein. Sie seien nicht ausreichend, um alle Wünsche zu erfüllen. Deshalb rief er die Vereine dazu auf, die eigenen Mitgliedsbeiträge angemessen einzusetzen und auch weiter nach anderen Finanzierungsquellen beim Kreis- und Landessportbund  sowie nach Sponsoren – wie der Sportförderung der Sparkasse Barnim – zu suchen.

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Dr. Dagmar Enkelmann begrüßte rund 50 Interessierte zur thematischen Sitzung der Bernauer Linksfraktion.

Der Bürgermeister stellte in Aussicht, dass noch bis zum Sommer 2015 ein Masterplan für Investitionen in städtische Sportstätten und Einrichtungen erarbeitet werde. Die Vielzahl von Einzelprojekten solle zusammengefasst und entsprechend den Bedarfen der Vereine gewichtet werden. Dies solle die angespannte Lage beim Bedarf an Trainings- und Wettkampfstätten für die Vielzahl der Sportvereine in Bernau verbessern, so Stahl. Gleichzeitig wolle er mit dem Landkreis über Varianten für eine ausgewogenere Nutzung der kreiseigenen Hallen und Sportstätten verhandeln. So sei man bspw. gemeinsam dabei auszuloten, ob eine Trainings- und Wettkampfstätte mit 400-Meter-Bahn für die Leichtathletik am vorhandenen Sportkomplex in Bernau-Waldfrieden sinnvoll einzurichten sei.

Text von Margot Ziemann. Fotos von Lutz Weigelt. 

Einen Artikel der MOZ vom 27. März 2015 finden Sie hier.

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