Entwicklung eines Verkehrs- und Mobilitätskonzeptes für den gesamten Bereich südlich der Bahntrasse in Bernau bei Berlin

Publiziert am 18. Mrz 2017 in Anträge

Entwicklung eines Verkehrs- und Mobilitätskonzeptes für den gesamten Bereich südlich der Bahntrasse in Bernau bei Berlin

Die Linksfraktion beantragt, auf der Grundlage einer verkehrstechnischen Untersuchung und Prognose, für den gesamten Einzugsbereich südlich der Bahntrasse von Schwanebecker Chaussee über Blumberger Chaussee, Bernau–Süd und Nibelungen, einschließlich der Ortsteile Birkholz, Birkenhöhe, Birkholzaue und Börnicke, Börnicker Chaussee bis zur Abertshofer und Rüdnitzer Chaussee ein strategisches Verkehrs- und Mobilitätskonzept zu entwickeln bzw. in Auftrag zu geben.

Inhalt und Begründung:

Bernau ist eine stark wachsende Stadt. Dieses Wachstum findet in fast allen Orts- und Stadtteilen statt. Besonders im Bereich südlich der Bahntrasse sind viele Menschen hingezogen und ein weiterer Zuzug ist zu erwarten – beispielsweise durch den Pankebogen. Diese Entwicklung verlangt strategische Überlegungen zur Neuordnung und Vernetzung der Verkehrs- und Mobilitätsstruktur. Die neuen Ansiedlungen im Ortsteil Börnicke, in Bernau-Süd, Nibelungen als auch im künftigen neuen Wohngebiet Am Pankebogen haben bereits und werden weiter zu einer erhöhten Verkehrsbelastung im gesamten Gebiet südlich des Stadtkerns von Bernau führen. Das betrifft sowohl den Schönfelder Weg, die Alberichstraße und die Sonnenallee als Zufahrt zum Wohngebiet Süd und als kritischsten Punkt die Bündelung dieser Quell- und Zielverkehre am Kreisverkehr Börnicker Chaussee (L 30). Der Schönfelder Weg ist als Wohnstraße und Schulweg zu stark vom Lkw-Verkehr betroffen.

Neben der Untersuchung der Auswirkungen der Einbindung der „Ortsumfahrung L 200 bis L 30, 1. Teilabschnitt“ auf den Knotenpunkt Kreisverkehr Börnicker Chaussee sind für eine strategische und klimaschonende Stadtentwicklung die weiteren Untersuchungen und konzeptionellen Planungen für den gesamten Einzugsbereich südlich des Stadtzentrums erforderlich.

Beschlussvorschlag:

Die Stadtverordnetenversammlung beauftragt die Stadtverwaltung, auf der Grundlage einer verkehrstechnischen Untersuchung und Prognose, für den gesamten Einzugsbereich südlich der Bahntrasse von Schwanebecker Chaussee über Blumberger Chaussee, Bernau–Süd und Nibelungen, einschließlich der Ortsteile Birkholz, Birkenhöhe, Birkholzaue und Börnicke, Börnicker Chaussee bis zur Abertshofer und Rüdnitzer Chaussee ein strategisches Verkehrs- und Mobilitätskonzept zu entwickeln bzw. in Auftrag zu geben. Dieses ist in den Gremien der Stadtverordnetenversammlung und der Öffentlichkeit zu diskutieren und eine schrittweise Umsetzung vorzuschlagen.

Das Konzept soll die bessere Anbindung und Vernetzung der genannten Orts- und Stadtteile südlich der Bahntrasse von Bernau an das vorhandene Straßennetz, als auch die Bedarfe für den notwendigen ÖPNV, wie auch die notwendigen Ergänzungen für den Fahrrad- und Fußgängerverkehr umfassen. Berücksichtigt werden soll zudem ein Süd-Zugang für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zum Bahnhof Bernau. Bestandteil und Ziel soll darüber hinaus eine Neuordnung der verkehrlichen Erschließung des Gewerbe- und Recycling-Geländes Schönfelder Weg / Ogadeberge sein.

Der Antrag ist hier zu finden. Er wurde am 2.3.2017 eingereicht und am 6. April 2017 in der SVV beschlossen.

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